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»Holz ist kein Werkstoff für ein Radio«. Mit diesem Credo entfernte sich die
Firma Braun schon ab 1955 vom üblichen Radiodesign: Braunes Holzgehäuse mit
vergoldeten Zierleisten, oben mit Goldfäden durchwirkte Bespannung mit den Lautsprechern,
darunter die breite Skala mit den Knöpfen links und rechts. »Gelsenkirchener
Barock«.
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Seit 1963 schon gibt es Rundfunksendungen in Stereophonie. Ein Versuch mit
Quadrophonie setzt sich nicht durch.
Jetzt kommt wieder Kunststoff auf, Metall, Plexiglas, und alles in weiß, chrom oder
schwarz. Das Design soll die Bedienbarkeit der Geräte erleichtern, hat mithin einfach
und klar zu sein.
Doch auch konzeptionell wandeln sich die Geräte grundlegend: Erste Komponentenanlagen
tauchen schon in den 1960er Jahren auf. Zunächst setzt sich aber um 1970 die sogenannte
Kompaktanlage durch: rechts das Radio, in der Mitte der Kassettenrecorder, links der
Plattenspieler, alles auf einer Ebene unter einer großen Plexiglasabdeckung. Die Boxen
stehen natürlich extra.
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Dominierend wird das Fernsehen. Seit 1963 gibt es das zweite Programm, 1964 kommt in
Bayern mit dem Bayerischen Rundfunk ein drittes Programm hinzu. Und drei Jahre später
gibt es alles in Farbe.
Erst in den 1980er Jahren erhalten sowohl beim Radio als auch beim Fernsehen die
öffentlich-rechtlichen Anbieter durch Privatgesellschaften Konkurrenz. Seitdem
bemühen sich eine Vielzahl von Sendern um die Gunst des Publikums. Ob es der Qualität
des Programms immer gut tut, sei dahingestellt...
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Neuerungen auch bei der Aufzeichnung: ab 1969 kommen Videogeräte auf den Markt.
Die Tonbandgeräte werden mit der Entwicklung der Compact-Cassette 1964 bedeutend
handlicher. Und die alte Vinylplatte wird ab 1983 durch die CD sehr schnell abgelöst.
Stolze 2000.- DM kosteten die ersten CD-Spieler.
Digitalisierung ist das zentrale Thema der Gegenwart. Den analogen Rundfunk wird es
nicht mehr lange geben! Neue Medien erobern die Welt, das Internet wirft sein weltweites
Netz aus, der Computer verschmilzt mit dem Fernseher, mit dem Radio, mit dem Telefon und
schafft so eine ganz neue Kommunikation mit hoher Geschwindigkeit.
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