Museums-Tour
Geschichte des Fernsehens


Raumwahl:   zum vorhergehenden Raum    Vorläufer und Anfänge des Rundfunks 1923-1933    Röhrenentwicklung    Rundfunk im 3. Reich 1933-1939    Vom Grammophon zur CD    Rundfunk im 2. Weltkrieg    Nachkriegszeit    Sender der Nachkriegszeit, UKW    Die 1950er Jahre    Vom Magnetophon zum Tonband    Rundfunk und Fernsehen in der DDR    Geschichte des Fernsehens    Von den 1960ern in die Gegenwart und Zukunft    zum nächsten Raum


Bereits im Jahre 1884 erhält Paul Nipkow ein Patent auf eine Scheibe zur Bildzerlegung und Wiederzusammensetzung: Das Fernsehen ist erfunden. Aber man kann vorerst wenig mit der Erfindung anfangen.

Manfred von Ardenne mit seiner Fernsehröhre

1928 wird erstmals auf der Funkausstellung in Berlin das Fernsehen vorgestellt. Das Bild, welches mit Hilfe der Nipkow-Scheibe entsteht, ist 4 x 4 cm groß, hat 30 Zeilen bei 12,5 Bildern pro Sekunde. Doch 1930 macht Manfred von Ardenne die Braun'sche Röhre für das Fernsehen brauchbar. Die Zahl der Bildzeilen kann steigen. Als ab dem 22. März 1935 der »Deutsche Fernsehrundfunk« regelmäßig ein Programm ausstrahlt, arbeitet man mit 180 Zeilen bei 25 Bildwechseln. 1938 sind es schon 441 Zeilen.

Aber dem Fernsehen fehlt das Publikum. In Berlin gibt es in einigen Postämtern sogenannte Fernsehstuben, in denen man das neue Medium betrachten kann. Interessant ist es vor allem bei der Olympiade 1936 in Garmisch und Berlin. Die Bilder sind zwar klein und unscharf, aber aktuell.


Richtig los geht es in Deutschland mit dem Fernsehen ab dem Dezember des Jahres 1952. 1953 dann Krönung der Königin von England, 1954 Fußballweltmeisterschaft - gerade ein neues Medium braucht seine Top-Ereignisse. Tausende stehen vor den Schaufenstern von Rundfunkläden, Gaststätten mit Fernsehempfang sind überfüllt. Wer als Privatmann schon früh ein Gerät erstanden hat, bekommt viel Besuch...

Über 625 Zeilen hat das Bild bei einer durchschnittlichen Diagonale von 35 cm. Heute sind es typischerweise 70 cm. Das Fernsehen, zunächst mit einem Programm, verändert die Lebensgewohnheiten: Man bleibt jetzt vermehrt zu Hause. Ein Wirtshaus- und Kinosterben sind die Begleiterscheinungen. Wenn man früher um einen Tisch saß, entsteht jetzt im Wohnzimmer ein Oval, in dessen einer Seite der Fernseher thront.

Fernsehempfänger mit Spiegeldeckel

Grundig-Standgerät 'Kleeblatt'

1963 kommt das Zweite Deutsche Fernsehen, ein Jahr später folgen die Dritten Programme, meist als Studienprogramme. Und am 25. August 1967 gibt Willy Brandt auf der Berliner Funkausstellung mit dem berühmten Knopfdruck Farbe in die Bilder.

Mit dem Fernsehen entwickelt sich die Bildaufzeichnung, zunächst im professionellen Bereich. Ab 1969 gibt es den Videorecorder für daheim.

Noch zwei Aspekte verändern die Entwicklung des Fernsehens: Da ist zunächst das Aufkommen der privaten Programmanbieter in den 1980er Jahren. Immer mehr Programme werden angeboten, oftmals rund um die Uhr. Und dann kommt in den 1990 Jahren das Satellitenfernsehen, die Welt wird kleiner.



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