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Nach dem Zweiten Weltkrieg entsteht in der sowjetischen Besatzungszone eine Vielzahl
neuer kleiner Firmen auch auf privatwirtschaftlicher Basis. Doch die privaten Unternehmer
werden spätestens in den 1950er Jahren verdrängt. Hinzu kommen die traditionsreichen Häuser
wie Körting, Mende, AEG, Loewe aus Sachsen und Berlin, deren
Eigentümer in den Westen übersiedeln. Die Anlagen werden demontiert und in die Sowjetunion
gebracht, oder die Firmen produzieren zunächst als Sowjetische Aktiengesellschaften SAG.
Nach der Rückgabe werden sie in »Volkseigene Betriebe« umgewandelt.
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Stern-Radio Sonneberg, einem der großen Werke, widerfährt es so. 1944 als
Auslagerungswerk der AEG geschaffen, wird nach dem Krieg zunächst mit der
Demontage begonnen. Im Dezember 1945 wird der Betrieb in eine SAG umgewandelt wird, deren
Gewinne als Reparationsleistung in die Sowjetunion fließen. 1952 erfolgt die Rückgabe,
die noch im Mai des gleichen Jahres zur Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb führt.
Auch das Sachsenwerk Radeberg, in dem schon ab 1950 das Fernsehgerät
»Leningrad« gebaut wird, ist eine SAG.
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Ist zu Beginn der Entwicklungsstand in der DDR und der BRD durchaus ähnlich, so
klafft im Laufe der Zeit die Entwicklung immer weiter auseinander. Die Einführung
des Fernsehens liegt noch vor dem Start des Fernsehens in der BRD. Doch das zweite
Programm und Farbfernsehen kommen (zusammen) erst 1969. »Color 20« heißt
in Erinnerung an die DDR-Staatsgründung 1949 der erste Farbfernseher der DDR. Er
wird im Fernsehgerätewerk Staßfurt gebaut.
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Zu den Problemen einer ausreichenden Versorgung kommen Qualitätsmängel in der stark
auf Mengen orientierten Wirtschaft. Zudem müssen die guten und hochwertigen Produkte
oft zur Devisenbeschaffung ins kapitalistische Ausland exportiert werden.
Versuche der DDR-Regierungen, den Einfluss der Westmedien zurückzudrängen, sind
wenig erfolgreich.
Mit dem Zusammenbruch der DDR endet bis auf wenige Ausnahmen auch die Produktion von
Geräten der Unterhaltungselektronik. Die Firmen sind der überlegenen Konkurrenz auf dem
Weltmarkt nicht gewachsen, auch bevorzugt die Bevölkerung Westprodukte.
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