Museums-Tour
Rundfunk und Fernsehen in der DDR


Raumwahl:   zum vorhergehenden Raum    Vorläufer und Anfänge des Rundfunks 1923-1933    Röhrenentwicklung    Rundfunk im 3. Reich 1933-1939    Vom Grammophon zur CD    Rundfunk im 2. Weltkrieg    Nachkriegszeit    Sender der Nachkriegszeit, UKW    Die 1950er Jahre    Vom Magnetophon zum Tonband    Rundfunk und Fernsehen in der DDR    Geschichte des Fernsehens    Von den 1960ern in die Gegenwart und Zukunft    zum nächsten Raum


Nach dem Zweiten Weltkrieg entsteht in der sowjetischen Besatzungszone eine Vielzahl neuer kleiner Firmen auch auf privatwirtschaftlicher Basis. Doch die privaten Unternehmer werden spätestens in den 1950er Jahren verdrängt. Hinzu kommen die traditionsreichen Häuser wie Körting, Mende, AEG, Loewe aus Sachsen und Berlin, deren Eigentümer in den Westen übersiedeln. Die Anlagen werden demontiert und in die Sowjetunion gebracht, oder die Firmen produzieren zunächst als Sowjetische Aktiengesellschaften SAG. Nach der Rückgabe werden sie in »Volkseigene Betriebe« umgewandelt.

Stern-Radio Sonneberg, einem der großen Werke, widerfährt es so. 1944 als Auslagerungswerk der AEG geschaffen, wird nach dem Krieg zunächst mit der Demontage begonnen. Im Dezember 1945 wird der Betrieb in eine SAG umgewandelt wird, deren Gewinne als Reparationsleistung in die Sowjetunion fließen. 1952 erfolgt die Rückgabe, die noch im Mai des gleichen Jahres zur Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb führt. Auch das Sachsenwerk Radeberg, in dem schon ab 1950 das Fernsehgerät »Leningrad« gebaut wird, ist eine SAG.

DDR-Radio 'Sonneberg'

DDR-Radio 'Freundschaft'

Ist zu Beginn der Entwicklungsstand in der DDR und der BRD durchaus ähnlich, so klafft im Laufe der Zeit die Entwicklung immer weiter auseinander. Die Einführung des Fernsehens liegt noch vor dem Start des Fernsehens in der BRD. Doch das zweite Programm und Farbfernsehen kommen (zusammen) erst 1969. »Color 20« heißt in Erinnerung an die DDR-Staatsgründung 1949 der erste Farbfernseher der DDR. Er wird im Fernsehgerätewerk Staßfurt gebaut.


Zu den Problemen einer ausreichenden Versorgung kommen Qualitätsmängel in der stark auf Mengen orientierten Wirtschaft. Zudem müssen die guten und hochwertigen Produkte oft zur Devisenbeschaffung ins kapitalistische Ausland exportiert werden.

Versuche der DDR-Regierungen, den Einfluss der Westmedien zurückzudrängen, sind wenig erfolgreich.

Mit dem Zusammenbruch der DDR endet bis auf wenige Ausnahmen auch die Produktion von Geräten der Unterhaltungselektronik. Die Firmen sind der überlegenen Konkurrenz auf dem Weltmarkt nicht gewachsen, auch bevorzugt die Bevölkerung Westprodukte.

DDR-Radio-/Fernsehkombination


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