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Deutschland - Wirtschaftswunderland. Es geht aufwärts, die Unternehmen florieren,
Vollbeschäftigung wird erreicht, sogar »Gastarbeiter« müssen aus dem
Ausland angeworben werden.
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Die Leute verdienen nicht viel: 1950 erhält ein Rundfunkmechaniker bei Grundig
1.- DM pro Stunde, 1954 sind es 1,40 DM. Aber sie verdienen immer besser, können
sich etwas leisten. Ein UKW-Radio ersetzt bald den alten Kasten. Den bekommen die
Kinder. Hinzu kommt ein kleines Drittradio für die Küche, damit die Frau bei der
Hausarbeit auch Radio hören kann...
Der letzte Schrei ist der Musikschrank mit Radio, Plattenspieler, Tonbandgerät
und integrierter Hausbar. Nicht ganz billig zwar - aber ein Prestigeobjekt allererster
Güte. Die neuen Langspiel- und Single-Schallplatten bieten mehr Komfort und eine
längere Spieldauer als die alten Schellackplatten. Ab 1953 setzen sie sich deshalb
schnell durch.
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Man wird mobil: Ein Kofferradio sorgt im Bad oder Urlaub für Unterhaltung. Sie sind
die Trendsetter, was das Design angeht. Und dieses hat amerikanische Vorbilder. Wer
kann, leistet sich ein Auto - möglichst mit Autoradio.
Doch die große Neuerung kommt durch das Fernsehen. Am 23. Dezember 1952 ist es
soweit: ein neues Massenmedium geht regelmäßig auf Sendung. Das Radio hat eine
ernsthafte Konkurrenz bekommen, viele sehen schon den Untergang des Hörfunks kommen.
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Großer Wert wird auf die Klangqualität gelegt. UKW, die »Welle der Freude«,
bietet mit seiner Frequenzmodulation (FM) große Vorteile gegenüber der Amplitudenmodulation
(AM) von Mittel- und Langwelle. Mitte der 50er Jahre setzt sich der »3-D-Klang«
durch, die Radios erhalten Seitenlautsprecher und Hochtöner.
Aber noch ist alles Mono. 1957/58 kommt dann die Stereophonie bei den Plattenspielern.
Das verändert auch die Geräte: Die Lautsprecher verlassen als erste wieder das gemeinsame
Gehäuse...
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