Museums-Tour
Sender der Nachkriegszeit, UKW


Raumwahl:   zum vorhergehenden Raum    Vorläufer und Anfänge des Rundfunks 1923-1933    Röhrenentwicklung    Rundfunk im 3. Reich 1933-1939    Vom Grammophon zur CD    Rundfunk im 2. Weltkrieg    Nachkriegszeit    Sender der Nachkriegszeit, UKW    Die 1950er Jahre    Vom Magnetophon zum Tonband    Rundfunk und Fernsehen in der DDR    Geschichte des Fernsehens    Von den 1960ern in die Gegenwart und Zukunft    zum nächsten Raum


Als der Rundfunk am 29. Oktober 1923 im Berliner Voxhaus beginnt, muss man sich mit Provisorien behelfen. Im März 1924 folgt München, im August Nürnberg. Es sind kleine, schwache Sender in den Ballungszentren, so dass auch mit einfachen Detektorradios möglichst viele Hörer Zugang zum neuen Medium haben.

Erster UKW-Sender des Bayerischen Rundfunks

Die Sender mit ihrer Amplitudenmodulation (AM) liegen im Langwellen- und vor allem im Mittelwellenbereich. 1929 kommt die Kurzwelle hinzu.

Doch immer mehr Sender werden errichtet, die Sender werden immer stärker. Trotz weltweiter Regulierungsversuche kommt es immer wieder zu Konflikten, weil sich die Sender gegenseitig stören. Es ist auch ein Politikum, schließlich geht es um die Hoheit im Äther, die man sich von ausländischen Sendern nicht streitig machen lassen will.


Ab 1930 werden in Deutschland Großsender gebaut, die mit 60 oder 100 kW weite Flächen abdecken.

Nach dem 2. Weltkrieg ist wieder eine Neuregelung notwendig. Für Europa wird 1948 in Kopenhagen ein Wellenplan entworfen. Deutschland als Kriegsverlierer ist gar nicht eingeladen und bekommt sehr wenige und sehr schlechte Mittelwellen-Frequenzen.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Radioprogrammen ist gefährdet. Deshalb entschließt man sich zum Aufbau eines völlig neuen Frequenzbereichs, der Ultrakurzwelle UKW. Erfahrungen hat man damit schon auf dem Gebiet des Fernsehens gesammelt.

Titelblatt des Kopenhagener Wellenplans

Empfänger-Chassis

Aber zunächst muss ein völlig neues Sendernetz aufgebaut werden. Und dann brauchen die Menschen die entsprechenden Geräte. Zunächst behilft man sich meist mit UKW-Einbauteilen oder Vorschaltgeräten zu den vorhandenen Radios.

1950 beginnt der UKW-Rundfunk in Deutschland. Schnell zeigt sich, dass UKW mit seiner Frequenzmodulation (FM) weniger störanfällig ist und eine deutlich bessere Klangqualität ermöglicht. »UKW - die Welle der Freude« wird so für die Industrie ein gutes Geschäft. Im Inland und auch im Ausland, denn man ist weiter als die dortige Konkurrenz.



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