Raumwahl:
Als der Rundfunk am 29. Oktober 1923 im Berliner Voxhaus beginnt, muss man sich mit
Provisorien behelfen. Im März 1924 folgt München, im August Nürnberg. Es sind kleine,
schwache Sender in den Ballungszentren, so dass auch mit einfachen Detektorradios
möglichst viele Hörer Zugang zum neuen Medium haben.
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Die Sender mit ihrer Amplitudenmodulation (AM) liegen im Langwellen- und vor allem
im Mittelwellenbereich. 1929 kommt die Kurzwelle hinzu.
Doch immer mehr Sender werden errichtet, die Sender werden immer stärker. Trotz
weltweiter Regulierungsversuche kommt es immer wieder zu Konflikten, weil sich die
Sender gegenseitig stören. Es ist auch ein Politikum, schließlich geht es um die Hoheit
im Äther, die man sich von ausländischen Sendern nicht streitig machen lassen will.
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Ab 1930 werden in Deutschland Großsender gebaut, die mit 60 oder 100 kW weite
Flächen abdecken.
Nach dem 2. Weltkrieg ist wieder eine Neuregelung notwendig. Für Europa wird 1948
in Kopenhagen ein Wellenplan entworfen. Deutschland als Kriegsverlierer ist gar nicht
eingeladen und bekommt sehr wenige und sehr schlechte Mittelwellen-Frequenzen.
Die Versorgung der Bevölkerung mit Radioprogrammen ist gefährdet. Deshalb
entschließt man sich zum Aufbau eines völlig neuen Frequenzbereichs, der
Ultrakurzwelle UKW. Erfahrungen hat man damit schon auf dem Gebiet des Fernsehens
gesammelt.
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Aber zunächst muss ein völlig neues Sendernetz aufgebaut werden. Und dann brauchen
die Menschen die entsprechenden Geräte. Zunächst behilft man sich meist mit
UKW-Einbauteilen oder Vorschaltgeräten zu den vorhandenen Radios.
1950 beginnt der UKW-Rundfunk in Deutschland. Schnell zeigt sich, dass UKW mit
seiner Frequenzmodulation (FM) weniger störanfällig ist und eine deutlich bessere
Klangqualität ermöglicht. »UKW - die Welle der Freude« wird so für die
Industrie ein gutes Geschäft. Im Inland und auch im Ausland, denn man ist weiter
als die dortige Konkurrenz.
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