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Thomas Alva Edison ist der Erfinder der mechanischen Schallaufzeichung. Man
spricht in einen Trichter, die Schallwellen bewegen eine Membran mit daran befestigtem
Stichel. Dadurch wird eine Rille, die um eine Walze läuft, unterschiedlich tief
eingeschnitten. Will man die Töne wieder hervorholen, wird der ganze Vorgang umgekehrt.
So einfach geht das.
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Alle sind begeistert, aber keiner weiß so recht, was man praktisch mit diesem
Phonographen anfangen soll. Als Diktiergerät vielleicht. Oder Opas Stimme am Sterbebett
aufnehmen. Naja.
10 Jahre später erfindet Emile Berliner das Grammophon. Keine Walze, sondern
eine Platte wird bespielt, keine Tiefenschrift wie bei Edison, sondern eine
Seitenschrift. Der große Vorteil: man kann eine Grammophonplatte pressen, und damit
beliebig große Stückzahlen herstellen. Die Unterhaltungsindustrie ist geboren.
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Rasch erobert sich das Grammophon die Wohnzimmer der »besseren Stände«,
in den 1920er Jahren findet es als Koffergrammophon weite Verbreitung. Und 1924 wird in
den USA die elektrische Aufnahme und Wiedergabe erfunden. Mit dem Radio daheim oder als
Musikbox in der Kneipe eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten.
Aber die Schellackplatten haben einen großen Nachteil. Pro Seite spielen sie nur
etwa 3-4 Minuten bei 78 U/min. Da wird 1945 -abermals in den USA- die Langspielplatte
mit 33 1/3 U/min und einer Spieldauer von etwa 20 Minuten erfunden. Drei Jahre später
folgt die Single mit 45 U/min: Für einen Schlager reichen die 3-4 Minuten Spieldauer
allemal!
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Schnell verdrängen diese Vinylplatten die alte Schellackplatte. Bis 1983 behaupten
sie sich, dann kommt abermals eine überlegene Konkurrenz: die Compact Disc (CD).
Bessere Wiedergabequalität, einfachere Handhabung, Zerkratzen unwahrscheinlich. Fünf
Jahre nach Einführung der CD stellen die Schallplattenfirmen die Produktion ein. Und
das, obwohl die ersten CD-Spieler mehr als 2.000.- DM kosten.
Inzwischen ist ein Nachteil der CD beseitigt: man kann sie selbst herstellen
(»brennen«). Und wenn erst die rechtlichen (und finanziellen) Probleme gelöst
sind, die das Internet in diesem Zusammenhang mit sich bringt, kann jeder sein eigener
CD-Produzent werden...
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