Museums-Tour
Vom Grammophon zur CD


Raumwahl:   zum vorhergehenden Raum    Vorläufer und Anfänge des Rundfunks 1923-1933    Röhrenentwicklung    Rundfunk im 3. Reich 1933-1939    Vom Grammophon zur CD    Rundfunk im 2. Weltkrieg    Nachkriegszeit    Sender der Nachkriegszeit, UKW    Die 1950er Jahre    Vom Magnetophon zum Tonband    Rundfunk und Fernsehen in der DDR    Geschichte des Fernsehens    Von den 1960ern in die Gegenwart und Zukunft    zum nächsten Raum


Thomas Alva Edison ist der Erfinder der mechanischen Schallaufzeichung. Man spricht in einen Trichter, die Schallwellen bewegen eine Membran mit daran befestigtem Stichel. Dadurch wird eine Rille, die um eine Walze läuft, unterschiedlich tief eingeschnitten. Will man die Töne wieder hervorholen, wird der ganze Vorgang umgekehrt. So einfach geht das.

Alle sind begeistert, aber keiner weiß so recht, was man praktisch mit diesem Phonographen anfangen soll. Als Diktiergerät vielleicht. Oder Opas Stimme am Sterbebett aufnehmen. Naja.

10 Jahre später erfindet Emile Berliner das Grammophon. Keine Walze, sondern eine Platte wird bespielt, keine Tiefenschrift wie bei Edison, sondern eine Seitenschrift. Der große Vorteil: man kann eine Grammophonplatte pressen, und damit beliebig große Stückzahlen herstellen. Die Unterhaltungsindustrie ist geboren.

Edison-Patentschrift

Tonmöbel mit Radio und Plattenspieler

Rasch erobert sich das Grammophon die Wohnzimmer der »besseren Stände«, in den 1920er Jahren findet es als Koffergrammophon weite Verbreitung. Und 1924 wird in den USA die elektrische Aufnahme und Wiedergabe erfunden. Mit dem Radio daheim oder als Musikbox in der Kneipe eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten.

Aber die Schellackplatten haben einen großen Nachteil. Pro Seite spielen sie nur etwa 3-4 Minuten bei 78 U/min. Da wird 1945 -abermals in den USA- die Langspielplatte mit 33 1/3 U/min und einer Spieldauer von etwa 20 Minuten erfunden. Drei Jahre später folgt die Single mit 45 U/min: Für einen Schlager reichen die 3-4 Minuten Spieldauer allemal!


Schnell verdrängen diese Vinylplatten die alte Schellackplatte. Bis 1983 behaupten sie sich, dann kommt abermals eine überlegene Konkurrenz: die Compact Disc (CD). Bessere Wiedergabequalität, einfachere Handhabung, Zerkratzen unwahrscheinlich. Fünf Jahre nach Einführung der CD stellen die Schallplattenfirmen die Produktion ein. Und das, obwohl die ersten CD-Spieler mehr als 2.000.- DM kosten.

Inzwischen ist ein Nachteil der CD beseitigt: man kann sie selbst herstellen (»brennen«). Und wenn erst die rechtlichen (und finanziellen) Probleme gelöst sind, die das Internet in diesem Zusammenhang mit sich bringt, kann jeder sein eigener CD-Produzent werden...

Plattenwechsler mit Röhrenverstärker


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